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Willkommen auf der Webseite zu den Messvertonungen über die Chanson «L'homme armé»

Auf dieser Webseite sollen alle verfügbaren Informationen zu den Parodiemessen des 15.–17. Jahrhunderts gesammelt werden, welche die burgundische Chanson «L'homme armé» als Cantus firmus verwenden.

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Forschungsfragen:

Einige der (musik)wissenschaftlichen Fragen, die sich erst in einem umfassenden Vergleich aller Messen klären lassen, sind z.B.

  1. Von welchen Komponisten liegen solche L'homme-armé-Messen vor bzw. sind sie bekannt aber verloren?
  2. Gab es einen epochenübergreifenden, fast 2 Jahrhunderte überspannenden, internationalen «Kompositionswettbewerb»? Wenn ja, wie ließe sich dies zeigen?
  3. Wer ist der Komponist / sind die Komponisten des 6 miteinander verschränkte Messen umfassenden Zyklus im Manuskript der Biblioteca Nazionale di Napoli?
  4. Welche Messen nehmen (kompositorisch) aufeinander Bezug? 
  5. Welche Komponisten kannten sich oder waren anderweitig miteinander verbunden (bspw. über Tätigkeit für dieselben Auftraggeber / Höfe)?
  6. Kommt der Verwendung der Chanson nur eine kompositorische oder auch eine inhaltliche Bedeutung zu?
  7. Lassen sich die (Mess-)Kompositionen also bspw. bestimmten politischen bzw. spezifisch militärischen Ereignissen zuweisen?
  8. Stehen die Kompositionen in Verbindung zum burgundischen Hof, dem Orden zum Goldenen Vlies oder den Habsburgern und damit dem Heiligen Römischen Reich deutscher Nation?

Vorgehensweise

Um diese und weitere, sich im Laufe der Arbeit sicherlich noch ergebende Fragen zu klären, sind folgende Methoden und Arbeitsschritte vorgesehen:

  • Identifikation aller Messen und Beschaffung des Notenmaterials, möglichst inkl. der Originalmanuskripte und -drucke in (digitalen) Faksimiles
  • ggf. Erstellung eigener Transkriptionen, wo Quellen und Ausgaben sich als fehlerhaft oder nicht verlässlich erweisen
  • systematische musikwissenschaftliche Analyse aller Kompositionen und Identifikation besonderer Charakteristika
  • Identifikation weiterer Kompositionen (Motetten u.ä.), die möglicherweise Bezug auf die Messvertonungen nehmen (bpsw. in der Art, wie Cypriano de Rores Motette Praeter rerum seriem auf die gleichnamige Messe Josquins Bezug nimmt).
  • Sammlung biographischer Informationen zu den Komponisten und weiteren potentiell beteiligten Personen wie bspw. Auftraggebern
  • Rekonstruktion der sozialen Netzwerke, deren Mitglied diese Personen waren
  • Zusammenstellung einer umfassenden, möglichst kommentierten Bibliographie der relevanten Literatur
  • Zusammenstellung archivalischer und anderer Quellen in digitalisierter Form
  • evtl.: vergleichende Gegenüberstellung der verfügbaren modernen Einspielungen der Messen
  • evtl.: Einbeziehung jüngerer Kompositionen (seit dem 19. Jh.), in welchen die Chanson und die Tradition ihrer Vertonungen aufgegriffen wird.

 

Aufruf und Bitte um Mitwirkung und Hilfe:

Ein solches Projekt kann nicht von 1-2 Musikwissenschaftlern allein bewältigt werden. Deshalb bitten wir alle Kolleginnen und Kollegen sowie alle Interessierten, uns Informationen über zukommen zu lassen. Sie werden alle als namentliche Beiträge gekennzeichnet.

Vielen Dank!

Christina Boenicke und Bernd Kulawik